
15.06.2023
Die Sächsische Akademie der Künste verleiht den Hans Theo Richter-Preis für Zeichnung und Graphik an den japanischen Künstler Rikuo Ueda. Der Hans Theo Richter-Preis wird in Zusammenarbeit mit der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung und dem Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vergeben.
Schon in den frühesten Werken von Rikuo Ueda war der Wind das zentrale Element. In seinen Wind-Zeichnungen und Wind-Radierungen wird die Bewegung des Windes mit schlichten, aber durchdachten Apparaturen auf das Papier übertragen. Dabei wirkt seine Bildwelt nicht streng konzeptionell, sondern strahlt etwas ungemein Poetisches aus. Rikuo Ueda, der oft kurze Essays zu seinen Arbeiten hinzufügt, hat etwas von einem Schriftsteller, wie übrigens auch der tschechische Künstler, Dichter und Träger desselben Preises von 1999, Jiří Kolař. Uedas Arbeiten ziehen den Betrachter magisch an, indem die Botschaften des Windes als Linien auf dem Bildträger aufgezeichnet werden - Wobei darauf geachtet wird"trotzdem das Unnachahmliche des Zufalls zu erhalten", so Max Uhlig über Uedas Werke.
Die öffentliche Übergabe des Preises an den 1950 in Osaka geborenen Künstler ist für Herbst 2023 geplant und soll mit einer Ausstellung sowie einer Aktion in Zusammenarbeit mit dem Kupferstich-Kabinett Dresden verbunden werden.
Über den Hans Theo Richter-Preis 2023:
https://www.sadk.de

29.05.2023
Auf der Paper Positions Berlin vom 27. – 30. April 2023 während des Berliner Galerienwochenendes präsentierten wir mit 56 internationalen Galerien aus 12 Ländern Werke mit dem Fokus auf Zeichnung und dem Material Papier. Wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass ein Werk von Ken'ichiro Taniguchi -
“Hecomi Finger Drawings“ aus unserem Stand mit dem 3. Platz des Paper Art Awards für seine eigenständige Herangehensweise geehrt wurde.
Gestiftet und ermöglicht wird der Paper Art Award von Canon, d’mage und Hahnemühle. Er wird jährlich auf der paper positions in Berlin verliehen und zeichnet Künstler:innen aus, die sich in herausragender, impulsgebender und eigenständiger Weise mit dem Werkstoff Papier auseinandersetzen. Die Werke werden durch das 2021 gegründete Papierkunst-Museum „Haus des Papiers“ erworben und dieses Jahr ab 8. Juni dort ausgestellt.
Keníchiro Taniguchi wird ab 09. Juni 2023 auf der Gruppenausstellung "Schakkei und Zeitgenössichsche Japanische Kunst" im Mikiko Sato Gallery temporary im Hamburger Hof passge / Jungferstieg 26-28, 20354 Hamburg "Hecomi & City Study for Hamburg” zeigen.
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29.05.2023
RIKUO UEDA
Gruppe Ausstelung - LEERE/FÜLLE II
Eröffnung: Samstag, 17.6. 2023
17.6.–27.8.2023
Ausstellung im Rondellplatz Circus, 18581 Putbus / Rügen
https://www.circus-eins.de/category/ausstellung-circus-eins-upcoming/
Mit Florian Ecker, Künstlergruppe SCHAUM, Ulrike Mundt, Paul Schwer, Lisa Steude, Rikuo Ueda und Markus Willeke
Projekt im Rahmen von LEERE/FÜLLE. Gefördert durch Stiftung Kunstfonds/NEUSTART Kultur
Rikuo Ueda wird auf dem Park Wind Installation bauen.
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19.05.2023
Anlässlich des japanischen Kirschblütenfestes am Freitag, 19. Mai 2023
laden wir Sie herzlich ein zu einer Lesung von Stevan Paul, dem erfolgreichen Kochbuchautor mit besonderem Bezug zur japanischen Küche.
Freitag, 19. Mai 2023
Beginn um 20:00, Einlass ab 19:00
Eintritt: 8 €
(Ammeldung: info@mikikosatogallery.com)
Ort: Mikiko Sato Gallery Temporary - Hamburger Hof Passage am Jungfernstieg 26-28, 20354 Hamburg
„Unter den schreibenden Köchen ist er ein Poet, ein Tänzer.“
Bei der Lesung stellt Stevan Paul sich und seinen Bezug zur japanischen Küche vor und liest u. a. von seiner neuesten Kurzgeschichte “Ikigai” zum ersten Mal vor der Publikation mit Kurzgeschichten im Hamburger mairisch Verlag vor - über einen Berliner Postbeamten, dessen Traum es ist, einmal in Japan eine Nudelsuppe zu essen.
Über den Autor:
1969 geboren, aufgewachsen zwischen Allgäu und Bodensee, erlernte Stevan Paul 1988 den Kochberuf bei Sternekoch Albert Bouley. In den folgenden Jahren kochte er in verschiedenen, von Gault Millau und Michelin ausgezeichneten Küchen. Von 1995 bis 2000 war er als Redakteur bei essen & trinken tätig.
Seit 2000 schreibt er als freier Journalist kulinarische Texte und Reisereportagen für Der Feinschmecker, Süddeutsche Zeitung und andere Publikationen. Er ist Mitglied im Food Editors Club Deutschland. Sein kulinarisches Online-Magazin NutriCulinary gehört zu den meistgelesenen Genuss-Seiten im deutschsprachigen Raum.
Daneben ist er Autor, Entwickler und Produzent zahlreicher Kochbuch-Bestseller wie Deutschland Vegetarisch (Christian Brandstätter Verlag 2013) Auf die Hand (CBV 2014), Meine japanische Küche (Hölker Verlag 2017), dem Feierabend-Kochbuch Blaue Stunde (CBV 2018) und dem neuen Standardwerk kochen. (CBV 2019).
Als literarischer Erzähler sind von ihm auch Kurzgeschichten, ein Roman und eine Textsammlung erschienen: Monsieur, der Hummer und ich – Erzählungen vom Kochen (mairisch Verlag 2009) und Schlaraffenland. Ein Buch über die tröstliche Wirkung von warmem Milchreis, die Kunst, ein Linsengericht zu kochen und die Unwägbarkeiten der Liebe(mairisch Verlag 2012), Der große Glander (mairisch Verlag 2016; Roman), die Textsammlung Die Philosophie des Kochens (mairisch Verlag 2018; als Herausgeber)
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27.04.2023
Konkreter Minimalismus oder von der Poesie der Linien
Die Mikiko Sato Gallery auf der paper positions Berlin (27.-30.4.2023)
Auf der paper positions Berlin 2023 zeigt die Mikiko Sato Gallery drei unterschiedliche Positionen japanischer zeitgenössischer Kunst zum Thema Zeichnung und Papier. Als Beispiele für einen konkret gewordenen Minimalismus erzählen die Arbeiten von der Poesie der Linien. Zu sehen sind dynamische Miniatur-Diagramme, die durch die elementare Kraft des Windes und dessen Bewegungen erzeugt und von Zeichen-Apparaturen auf Papier übertragen wurden (Rikuo Ueda); filigrane Linien und Figuren-Reliefs, die durch Witterung und Materialermüdung an Wänden und auf Böden im urbanen Raum entstanden sind und vom Künstler nun in Papierexponaten sichtbar gemacht werden (Ken‘ichiro Taniguchi); Falten, Einkerbungen und Schatten auf dem Papier, die sich erst bei näherem Hinsehen und bestimmtem Lichteinfall dem Betrachter als Linien zeigen (Taiyoh Mori).
Datum: 27.-30. April. 2023
Ort: Deutsche Telekom Hauptstadtpräsenz, Französische Straße 33 1-3, 10117 Berlin
Mehr Informationen auf paperpositions.berlin
TeilnemerKünstler: Rikuo Ueda, Ken’ichiro Taniguchi, Taiyoh Mori
Stand: #11
Mit freundlicher Unterstützung: 
Im Einzelnen:
Rikuo Ueda: Wind drawing - paper money, 01.11.2014, Kanaoka, Japan, Wind, Tinte, Acrylfabe auf Taiwan-Dollarnote
Im Zentrum der Arbeiten von Rikuo Ueda (*1950 in Osaka, Japan) steht die elementare Kraft des Windes, die seit jeher die Menschen fasziniert hat, genauer: die Übertragung der Bewegungen des Windes ins Grafische. Ueda begreift sich dabei als Assistent der Naturkraft. Er kooperiert mit dem Wind, der sich launisch – mal ruhig und verhalten, mal wild tobend – in den vom Künstler konstruierten, beweglichen Apparaturen verfängt, welche dann die Botschaften des Windes zu Papier bringen. Es entstehen krakelige, teils hektische und ausufernde Linien, die wild auf- und absteigen und dann wieder monoton verlaufen, Grafiken, die ein wenig an EKG-Diagramme oder auch an Börsenkurse erinnern. In der auf der paper positions gezeigten „paper money-Serie“ wird diese Assoziation noch expliziter aufgegriffen, insofern der Wind seine Zeichnungen auf Banknoten ausführt, unter ihnen papierne Noten aus Hong-Kong, der Ost-Karibik, Mexiko, Singapur, Taiwan, Euro, Yen und Yuan – Allegorien für die Launen und Unvorhersehbarkeiten der globalen Finanzmärkte, die teils gleich einer übermenschlichen Naturkraft agieren, nun aber vom Künstler in Rahmen gezähmt im Miniaturformat in Ruhe betrachtet werden können.

Ken’ichiro Taniguchi: Hecomi Finger Drawing, SCHÖNHAUSER ALLEE 161A, BERLIN, GERMANY, 2023, Handgeprägt auf Papier, 30 x 40 cm
Auch Ken’ichiro Taniguchi (*1976 in Sapporo, Japan) arbeitet an der Sichtbarmachung von Figuren und Linien, die durch Naturkräfte wie Witterung und Materialermüdung entstanden sind. In den auf der paper positions gezeigten Hecomi Finger Drawings übersetzt der Künstler seit 2006 filigrane Risse und Materialbruchstellen, die er im urbanen Raum findet, in Papierexponate mit räumlicher Dimension. Durch einen komplexen Kreations- und Extraktionsprozess entstehen sensible Papier-Reliefarbeiten, auf denen die feinen Linien und Figuren der Furchen, Zerklüftungen und Einkerbungen in der gebauten und langsam marode werdenden Umwelt in ihrer konkaven Leerform sichtbar werden – verschwundene Stücke menschlicher Zivilisation mit noch unerzählten Geschichten.
Taiyoh Mori: o.T. 2023 Tintenroller auf Papier, 100x 80 cm
Die hochkonzentrierte minimalistische Arbeit von Taiyoh Mori (*1982 in Osaka, Japan) ist ganz der Erkundung der Linie gewidmet. In einigen Arbeiten ist es der von Hand gezeichnete, horizontale oder vertikale filigrane kleine Strich, der sich wiederholt gesetzt optisch zur Linie verlängert und dann weiter zum textil anmutenden Gitter-Muster verdichtet. In anderen Arbeiten ist es die präzise gesetzte Falte im leeren Papier oder die sorgfältig ausgeführte Kerbe (mit der Nadel geritzt oder durch einen leeren Kuli geprägt), die dem Betrachter als gezeichnete Linie erscheint und in Reihe ein geometrisches Raster bildet. Oft sind es feine Linien, die zunächst kaum wahrnehmbar sind und sich erst bei näherem Hinsehen und einem bestimmten Lichteinfall als Linie zeigen. So erscheint auch die am Rand einer Glasplatte perfekt ausbalancierte hauchdünne Bleistiftmine oder der Schattenriss einer Kante von einer über Papier gelegten Glasplatte als isolierte Linie, über deren Positionierung auf dem Blatt sinniert werden kann.
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