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Künstler

Aiko Tezuka 手塚 愛子

Verflochten und verwoben sehen wir uns oft wie ein Textil in die Geschichte eingebunden. Wie bunte Fäden eines einzigen Gewebes durchziehen uns Vergangenheit und Gegenwart. Aiko Tezukas Kunst nimmt solche Metaphern wörtlich, indem sie käufliche wie selbstentworfene Stoffe, Textilien mit historischen oder modernen Mustern dekonstruktiert, um sie in einem zweiten Schritt zu rekonstruktieren. Im Laufe der Zeit hat sie dabei ihre eigenen Techniken und Regeln entwickelt: „Stoffe aufknüpfen und lösen, ihre materielle Struktur offenbaren, Ort und Zeit miteinander verknüpfen, Undurchsichtigkeit in Transparenz umwandeln." Ihre Ausgangsstoffe verwandeln sich damit in einem Prozess von Auflösung und Wiederverknüpfung in ein neues Gewebe mit neuer Struktur und neuen Farbtönen. Und die in ihren Mustern verwobene Geschichte - Geschichten der jeweiligen Zeit, ihren ökonomischen Bedingungen, ihrer Moral und ihrer Gesellschaft - verwebt sich zu einer weiteren und größeren Zeit-Geschichte.  So löst Aiko Tezuka textile Souvenirs mit bedruckten Renaissance-Motiven in ihrer  Mitte auf, als gelte es dort Einblick in die Zentralperspektive dieser Zeit zu gewinnen.  Und zwei identischen Schals aus moderner Massenproduktion zieht die Künstlerin unterschiedliche Farbfäden, sodass am Ende aus zwei gleichen zwei ungleiche Stoffe,  aus eineigen gleichsam zweieige Zwillinge werden.

 

AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

"RE:CONSTRUCTION" - AIKO TEZUKA & HANNE FRIIS 
PLADS artspace, Aarhus, Dänemark
Eröffnung und Symposium: Samstag, 28. Oktober 2017 ab 13 Uhr
Ausstellung: 29. Oktober 2017 - 25. November 2018