Masanori Suzuki
鈴木 将則

Suzukis Werke bestehen aus einer Leinwand, über der zwei transparente Acrylglasplatten übereinander angeordnet sind. In die Acrylplatten sind feine Linien graviert, deren Vertiefungen mit Pigment gefüllt sind. Trifft natürliches Licht auf das Werk, werfen die gravierten Linien Schatten auf die Leinwand. Die gezeichneten Linien und die durch das Licht entstehenden Schatten überlagern sich und erzeugen immer neue Bildschichten.

Da sich das natürliche Licht mit der Tageszeit, den Jahreszeiten und den Wetterverhältnissen verändert, verändert sich auch das Erscheinungsbild des Werkes. Es gibt kein endgültiges Bild, sondern einen fortwährenden Prozess des Entstehens. Jede Begegnung mit dem Werk ist eine neue Erfahrung.

Keine Zentralperspektive lenkt den Blick. Vielmehr entfaltet sich ein Raum, in dem Realität und Projektion, Gegenwart und Erinnerung, Sichtbares und Unsichtbares miteinander in Beziehung treten. Die Konturen umschließen Formen, ohne sie festzulegen; sie öffnen vielmehr einen Raum für Wahrnehmung und Vorstellung.

Suzukis Kunst ist eine präzise Kunst des Uneindeutigen. Das Licht wird dabei nicht nur zum Mittel der Beleuchtung, sondern zu einem wesentlichen Bestandteil des Werkes selbst. Im Zusammenspiel von Material, Licht und Zeit entsteht ein Bild, das sich unaufhörlich wandelt und die Phänomene der Natur in ihrer Flüchtigkeit erfahrbar macht.

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