Yumi Nakata
中田 有美

Yumi Nakata (*1984, Nara, lebt und arbeitet in Nara, Japan) beschäftigt sich in ihrer Ölmalerei intensiv mit dem Selbstporträt sowie dessen Geschichte und potentielle Zukunft. Im Mittelpunkt steht die Rolle des Künstlers als kreativ schaffendes Individuum. Ist das Selbst heute noch eine Voraussetzung für Malerei? Lässt sich das Ich – etwa durch die Anwendung äußerer Regelsysteme – vom Malprozess trennen? In ihren Arbeiten bricht die Künstlerin vehement mit den Regeln des klassischen Selbstporträts, stellt dieses sozusagen auf den Kopf und bringt dabei das Gleichgewicht ihrer Bilder immer wieder gezielt aus der Balance. Nakata geht soweit, dass ihre Arbeiten äußerlich nichts mehr mit konventionellen Selbstbildnissen gemein haben. Seit 2014 arbeitet die Künstlerin an einer Serie, die sie Background of Background nennt. Diese umfasst Kombinationen aus Ölmalerei auf Leinwand mit dahinter platzierten, großflächigen Inkjet-Drucken. Die Rolle der Wand als Bedeutungsträger im Kontext der Präsentation von Kunst wird hier neu ausgelotet.

Yumi Nakatas Arbeiten wurden bislang in mehreren Solo- und Gruppenausstellungen in Japan gezeigt, darunter 2016 in der Ausstellung The Impossible Self-Portrait in der Kyoto City University of Arts, Kyoto, 2018 in Current Positions of Painting im 500m Museum, Sapporo sowie 2009 in TOKYO WONDER WALL 2009 im Museum of Contemporary Art Tokyo. Nakatas Ph.D-Arbeit wurde 2016 mit dem Umehara Preis geehrt.

 

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