1997 begann er im dänischen Brande mit seinen „WIND DRAWINGS“ – Zeichnungen, die vom Wind selbst geschaffen werden.
wie auch aufwendigere Vorrichtungen: mit Kugelschreibern oder Pinseln an den Enden von Ästen, manchmal auch mit in Tusche getränkten Stoffstücken. Von der sanften Brise bis zum Taifun hinterlässt der Wind seine Spuren auf Papier und Leinwand, manchmal auch auf Kassenbons aus dem Supermarkt oder auf Zigarettenschachteln.
Ueda bezeichnet sich selbst als „Assistenten des Windes“. Er versucht weder, den Wind nach seinem Willen zu lenken, noch greift er in dessen freie Bewegung ein. Stattdessen vertraut er sich dem natürlichen Geschehen an.
Seit jeher fasziniert der Wind die Menschen. Er überquert Grenzen, trägt Pflanzensamen mit sich und verbindet so das Leben über weite Entfernungen hinweg. Unsichtbar und niemals ganz derselbe, ist er ständig in Bewegung. Darin lässt er uns den Lauf der Zeit und die Vergänglichkeit aller Dinge erahnen.
In den 1970er-Jahren war Ueda drei Jahre lang ohne Geld und ohne festes Ziel unterwegs. Seine Reise führte ihn von Großbritannien durch verschiedene Länder Europas, nach Marokko, in den Nahen Osten und weiter durch Asien. Er begegnete Menschen und entdeckte Orte, die ihm bis dahin fremd waren. Vielleicht liegt in diesen Erfahrungen einer der Ursprünge seiner späteren „WIND DRAWINGS“.
MDR SACHSENSPIEGEL Beitrag „Windkünstler“ vom 29.09.2023
Vorschau Ausstellung
Rikuo Ueda „anemos“
Luft Museum in Amberg - 24.01. 2027 bis 16.05. 2027 /Eröffnung: 23.01.2027, 19Uhr
PRESSE
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