10.09. — 21.10.2016


Bleibt man an einem Ort, oder nicht
Shingo Yoshida, Aiko Tezuka

Shingo Yoshida, The end of day and beginning of the world, 2015, C-print
Mit der Ausstellung „Bleibt man an einem Ort, oder nicht" startet die Galerie in die neue Saison. Gezeigt werden Arbeiten von Aiko Tezuka und Yoshida Shingo, die vom Reisen und Sesshaftigkeit, vom Bewegen und Bleiben erzählen. Aiko Tezuka ist vorrangig mit ihren textilen Werken unterwegs, deren Stoffe buchstäblich Zeiten mit Zeiten, Räume mit Räume, Kulturen mit Kulturen verweben. In der Ausstellung wird sie sich mit neuen Arbeiten präsentieren, die diese inneren Bewegungen von Ort zu Ort an einem einzigen Ort, dem ihrer Kunst nachvollziehen.

Seine Premiere in der Galerie feiert Yoshida Shingo, dessen einziger Ort in dieser Welt die Kontinente sind. Von Japan nach Slowenien, von Berlin nach Island, von Kuala Lumpur nach São Paulo zieht es ihn rund um den Globus. Oft begibt sich Shingo in die Natur, in unberührte Gegenden oder in von traditionellen Kulturen bewohnte Landschaften. Mit Film und Foto spürt er dort Legenden, Mythen und vergessenen Orten nach, begegnet Menschen, für deren Projekte, Ideen und Visionen er sich begeistert. So traf er in der ostsibirischen Region Tschukotka, direkt an der Datumsgrenze auf Ida Ruchina. Mit Ruchina, die in ihrer Heimat das Rote Kreuz organisiert hat, vereinbarte Shingo eine Kooperation mit dem Beringia National Park. Sein Film „The end of day and beginning of the world" erzählt von dieser sibirischen Region und wird während der Ausstellung gezeigt.