04. — 27.02.2026
Das Porträt zählt zu den unmittelbarsten Formen, den Menschen darzustellen,
und bleibt zugleich stets fragmentarisch.
Es zeigt Gesicht und Gestalt, verweist aber ebenso auf Abwesenheit, Erinnerung,
Projektion und Fiktion.
Die Ausstellung richtet den Blick auf diese unterschiedlichen Ebenen
und fragt danach, was nach dem Porträt sichtbar wird.
Gezeigt werden Arbeiten von
Shimpei Yoshida,
darunter ein großformatiges Gemälde, das im vergangenen Jahr im Studito der Mannheim Kunsthalle präsentiert wurde,
sowie Videowerke von Nobuyuki Osaki,
in denen sich das Bild kontinuierlich verändert.
Holzskulpturen von Akihiro Higuchi rufen idealisierte Figuren hervor
und erinnern an Mädchenmangas der 1970er-Jahre,
während Hiroshi Takeda
fiktive Porträts entwirft, die zwischen Individuum und Imagination angesiedelt sind.
Die Ausstellung versteht sich nicht als abgeschlossene Definition des Porträts,
sondern als offener Raum für unterschiedliche Formen des Sehens
und der Wahrnehmung menschlicher Präsenz.
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