Ein Ausstellungsprojekt an der Schnittstelle Mode und Kunst.
Supported by Adidas
Ein Kooperationsprojekt von CAI CONTEMPORARY ARTINTERNATIONAL / MIKIKO SATO
und meet:berlin* , www.meet-berlin.de
Der renommierte japanische Künstler YOSHIAKI KAIHATSU, international bekannt für seine auf Styroporverpackungen basierenden fragilen architektonischen Gebilde, sagt selbst über sich, er sei ein ‘Allesfresser’, der beständig und lebendig immer wieder neue Ideen hat und alles mal ausprobiert. Er bleibt nicht ausschließlich bei einer Sache, sondern entwickelt sich weiter. Das Wort ‘Kaihatsu’ bedeutet Entwicklung und ist zugleich der ungewöhnliche,
doch zugleich bezeichnende Familienname des Künstlers.
Die seitens des Künstlers verwendeten Materialien sind zumeist alltägliche Dinge, die jeder kennt. Ob Styropor, Staub, Kaffe und Milch, gebrauchte Poster oder auch Pornozeitschriften, YOSHIAKI KAIHATSU verwandelt sie im Recycling-Verfahren zu Kunst. Im letzten Jahr zeigt er seine Kunstwerke u.a. während der Ausstellungen ‘Berlin-Tokyo / Tokyo-Berlin’ in der Neuen Nationalgalerie Berlin oder ‘Lichtkunst durch Kunstlicht / Light art from artifi cial light’ im ZKM Museum für zeitgenössische Kunst in Karlsruhe.
GIFT Künstlerisches Konzept
Mit GIFT bezeichnet der Künstler das Geschenk an die nächste Generation. Modekonsumenten kaufen immer ihren eigenen Spiegel, wobei Kleidung diese Aufgabe stets nur für den Moment, für die kurze Zeit eines Trends erfüllt. Denn nichts ist so alt wie die Klamotten der letzten Saison. Mit GIFT versucht YOSHIAKI KAIHATSU aus bestehenden Designs neue Formen zu fi nden und diese an die nächste Generation weiterzugeben. Kleidung wird recycled und in Form von Stofftieren im Style der Eltern an die Kinder gegeben. Auf diese Weise versucht der Künstler, der Flüchtigkeit modischer Trends zu ent-kommen und diese für längere Dauer zu bewahren.
GIFT Ausstellungskonzept
Begleitend zur Fashion Week im Juli 2007 wird in Berlin erstmals eine exklusive Aus-stellung von YOSHIAKI KAIHATSU realisiert, in welcher dieser das Modegeschehen thematisch aufgreift und in den Kunstkontext überträgt. Unterstützt wird das Projekt von adidas. Im Vorfeld der Ausstellung wird dem Künstler, der schon lange Fan der Marke ist, eine Auswahl an Kleidungsstücken aus der adidas Materials of the world’ Kollektion zur freien künstlerischen Überarbeitung zur Verfügung gestellt. Aus der Kleidung fertigt er individuelle Einzelstücke, die als tragbare Kunstwerke fungieren.
Die Werke werden in Form einer temporären Ausstellung vom 13. bis 15. Juli 2007 in der
Galerie Tristesse deluxe in Berlin gezeigt. Die Vernissage fi ndet statt unter Anwesenheit des Künstlers am Do, 12. Juli 2007. Begleitet wird die Vernissage mit einem musikalischen Programm ausgewählter japanischer Künstler, darunter ein Live Showcase
an der Schnittstelle Electronica und Klassik von Takeshi Nishimoto (www.takeshinishimoto.com) sowie ein DJ-Set des Betreibers des japanischdeutschen
Labelprojekts onpa))))) (www.onpamusic.eu).
Foto: Timo Stammberger www.timostammberger.com

Photo: De Bug Magazin 11407807,Foto Gene Glover
Hamburger Architektur Sommer 2006
Siemens AG: 22.5. - 29.6. 2006
Hanseatisches Oberlandesgericht: 22.9. - 30.10. 2006

Photo: Johannes Lothar Schröder
Siemens AG
Oberlandesgericht
Hamburger Architektur Sommer 2006
Ernst Barlach Haus: 29.8. - 30.9. 2006
Stiftung Hermann F. Reemtsma


Im Jenischpark baut er im Sommer ein Windhaus. Seine Architektur, die der Aufgabe folgt, den Wind einzufangen, ist von Beispielen der traditionellen Japanischen Architektur inspiriert. So bewundert er das Gartenhaus des Kaiserpalastes in Kyoto, dessen weit auskragendes Dach von ungeschälten Baumstämmen gestützt wird. Die Architekturelemente haben die Oberfläche ihrer Herkunft aus dem Wald behalten, so dass der Anschein des Primitiven trotz einer ausgeklügelten Statik beibehalten bleibt. Diese Sichtweise ist paradigmatisch für die Haltung vieler Japaner, die den Aufwand für das Wohnen auf ein Minimum reduzieren, weil sie das Leben als Fluß auffassen und nicht dem Ehrgeiz folgen mit einem Gebäude etwas Ewiges schaffen zu wollen. Dabei muss eine Behausung, und sei es nur eine temporäre Hütte oder der Verschlag eines Obdachlosen, den Klimaextremen Japans mit Taifun, Starkregen, Hitze, Winterkälte und Schnee gewachsen sein. Da traditionellen japanische Häuser ohne durchsichtige Fenster sind, ist der physische Kontakt zur Außenwelt nicht zuletzt auch entscheidend, um Gewissheit über die aktuelle Wetterlage zu erlangen.
Aus seiner Funktion als Messinstrument, das die Verbindung zwischen Innen und Außen sinnreich gestaltet, gewinnt das Windhaus seine eigenwillige Schönheit, die zusammen mit Videos und Zeichnungen des Künstlers im Ernst-Barlach-Haus zu sehen sein wird.
Johannes Lothar Schröder

Windhouse, Jenischpark Hamburg, Ernts Barlach Haus
